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Planetenbilder erstellen 

Teil 1

 

Die meisten Planetenbilder die man so im www. sehen kann, sind nicht fotografiert worden. Sondern meistens ein Produkt, aus einem Videofilm. Klingt komisch ist aber so üblich. Planeten, wie z.B. Jupiter werden mit einer Webcam oder mit einer Astrovideokamera gefilmt. Dabei ist es wichtig ,so viele Bilder wie möglich in kurzer Zeit zu bekommen. Und diese Bilder auch noch in einer guten Auflösung und in einer relativ guten Schärfe. Hier kann man dann wählen, zwischen einer schwarz/weiß Kamera und mit Farbfiltern arbeiten, um hinterher ein Farbbild zu bekommen, oder aber direkt mit einer Farbkamera.
Auf die gleiche Art und Weise werden auch die Sonne und der Mond aufgenommen.
Der Aufbau ist dann wie folgt, das Teleskope sollte eine möglichst höhe Brennweite haben, so ab f7 wird’s gut, dann kommt in den Okularauszug eine Barlowlinse, die verlängert die Brennweite je nach Faktor um 2x, 3x oder 5x, so kommt man auf f14, f21 oder f35, bei einem Teleskope mit f7 Ausgangswert. Für Planeten empfiehlt sich f24-f30.

APO  Teleskope mit Okularauszug, meins ist von hier

Barlow          Barlow 3x

 

 

und eine Kamera, ich nutze diese hier von The Imaging Source

dbk 21

Hinter die Barlowlinse kommt dann die Kamera. Somit ist Teleskopeseitig alles fertig. Die Kamera noch an den PC anschließen und alles in einem gutem Format speichern. Entweder mit der Original Software, von der Kamera oder aber dierekt mit Giotto .Wichtig hierbei ist, das  die Filmlänge nicht zu groß wird. Nicht mehr als ca. 2000 Einzelbilder oder aber auch nicht unbedingt länger als 1-2Minuten filmen. Denn unsere Erde dreht sich ja und bewegt sich auch vorwärts und ebenso dreht sich der Planet und bewegt sich auf seiner Laufbahn. Dies alles kann eine Montierung nicht ausgleichen. Womit das nächste Problem gelöst werden muss.

Das Teleskope sollte auf einer Montierung sein die sich der Bewegung des Planeten anpasst und somit den Planeten für die Dauer der Filmerei in der Bildmitte hält. Entweder manuell oder aber automatisch. Bei Planeten ist das nicht ganz so wichtig , wie bei  Sternaufnahmen, denn die Bearbeitungsprogramme überlagern die Einzelbilder auch dann , wenn der Planet nicht immer in der Mitte ist. Nur die Planetenrotation kann man nicht ausgleichen, deshalb nicht zu lange filmen da sich der Planeten sonst „wegdreht“, beim Mond ist dies nicht wichtig, da er ja keine Eigendrehung hat.

Wenn man dann einen Film hat, kommen wieder div Programme ins Spiel. Ich arbeite mit Avistack und mit Registax um aus den Filmen ein Bild zu erstellen. Es gibt aber noch andere Programme, wei z.B. Giotto und noch andere die ich nicht nutze.

Arbeiten mit Registax.

Bei Registax lade ich mir einen Film hoch. Einfach in der Menueleiste Select drücken und dann in den Ordner gehen in dem der Film liegt. In der Vorschau kann man schon mal die Größe des Bildes und die Einzelbildschärfe erkennen. Wenn ein Film ausgewählt wurde, wird er bei Registax angezeigt als ein Einzelbild, und unten im Bildschirm liegt eine Frameleiste, hier kann man sich von Hand ein Einzelbild aus dem Film als Referenzbild aussuchen.

regi

In diesem Film, erstelle ich dann in einem Bild ein Auswahlrechteck. Dies wird dazu benutzt um alle Bilder in diesem Film nach diesem Bild auszurichten. Einfach ausgedrückt, dies Programm zerlegt den Film in Einzelbilder und sortiert die Bilder so, das hinterher das Auswahlrechteck mit dem Inhalt in allen Bildern deckungsgleich übereinanderliegen. Dies geht mit dem markieren von ganzen Planeten oder aber auch mit Sonnenflecken oder Teilen von Mondkratern oder Planetenteilen. Hier kann man wählen , zwischen einem oder mehreren Auswahlrechtecken.

regi2

Ebenso lassen sich auch noch andere Parameter verändern, wie und welche Sortierung vorgenommen werden soll, wieviel Bilder aus dem Film hinterbenutzt werden sollen, also die besten z.B. 70% oder 60%.ob das Bild vergrößert werden soll und noch einges mehr.

Dann kann man auch noch die Auswahl optimieren oder über ein Referenzbild die Bilder aussortieren. Die Schritte Limit und Optimize dienen dazu dies Auswahl zu treffen. An Hand von Grafen, kann man sehen wo Ausreißer nach oben oder nach unten sind. Und wie die Bilder vorsortiert worden sind. Wieder kann man in das Programm eingriffen und Einstellungen verändern.

regi 3

Hier nach geht es ans stacken, die Bilder die nun ausgerichtet liegen und aussortiert worden sind zum stacken, werden nun zu einem Einzelbild zusammengefügt. Dieses Summen-Bild enthält hinterher mehrere Ebenen, die man nachschärfen kann um ein gutes Einzelbild zu bekommen.

In den letzten Arbeitsschritten wird das Bild dann langsam geschärft und Details so weit es geht herrausgearbeitet. Dies ist mitunter der längste Teil der Arbeit. Anschließend kann das Bild dann noch in Photoshop oder  einem anderen Programm ein Feintuning bekommen.

regi4

 

Das andere Programm ist AviStack.

Hier kann auch wieder Filme hochladen. Wobei AviStack einem schon bei der Auswahl zeigt ob es den Film bearbeiten kann oder nicht. Denn auch AVI Filme lassen sich in verschiedenen Formaten speichern und nicht alle kann jedes Programm lesen.

avi 1

Bei AviStack sieht die Arbeitsmaske anders auch, Es hat aber die gleiche Funktion, Es zerlegt einen Film und macht daraus EInzelbilder, sortiert diese und richtet sie aus, damit sie zu einem Summenbild zusammengefügt werden können.

Oben in der Menueleiste wähle ich bei Settings, alles automatisch - bis auf das Feintuning aus. Die Bildbearbeitung und das nachschärfen mache ich selber.

avi 2

AviStack nutzt hier beim überlagern der Bilder mehrere Referenzpunkte. Es zerteilt jedes Bild in mehrere Abschnitte und sammelt hinterher die besten Abschnitte aller Einzelbilder zusammen und baut daraus wieder ein Summenbild auf.

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Jeder dieser Arbeitsschritte ist auch individuell einzustellen. Das heißt man kann fast alles vorgeben, wie viele Schnittpunkte, Refenrenzpunkte, wie viele Bilder in% genommen werden soll , wo die Schwelle liegt für den Ausschluss und so weiter. AviStack und Registax, holen aus ein und dem selben Film meist unterschiedliche Ergebnisse raus.

Nach dem stacken erscheint wieder eine Maske und ein Summenbild, wie bei Registax kann man nun über verschiedene Ebenen anfangen das Bild zu schärfen. Histogramm, Kontrast, Gamma und noch andere Werte lassen sich auch hier wieder ändern.

avi 4

Der Abschluss bei beiden Programmen, sollte eigentlich ein gutes Bild sein. Leider ist dies nicht immer der Fall. Dies alles klingt recht simple, aber dennoch, es fängt wie immer mit dem Nachthimmel an, wenig Steulicht, gute Luftmasse-keine Unruhe ,ein prima Sternenhimmel, den Fokus finden das der Planet scharf erscheint, filmen und noch mal filmen und noch mal .-),dies sind die Grundlagen und die muss man erst mal beherrschen.

jup

Hinterher am Rechner auswerten , bearbeiten, verwerfen , nochmal und wieder. Bis jetzt bin ich auch noch in der Anfangsphase, aber ich hoffe das ich meine Bilder bald wirklich gut hinbekomme.Meine ersten Ergebnisse sehen so aus.

 

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