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Meine Vorgehensweise zum Erstellen von Deep Sky Aufnahmen mit einer DSLR

Erstellen eines Summenbildes

 

Es gibt viele ausführliche Seiten wie man mit div. Programmen Astrobilder bearbeiten kann. Deshalb möchte ich hier einfach  nur die Schritte aufzeigen wie ich mit all diesen Programmen arbeite. Ebenso welche Funktionen ich meistens von den einzelnen Programmen nutze. Einfach mal um zu zeigen, wie komplex es ist ein gutes Astrobild zu bekommen.

Ein Astrofoto ist in aller Regel ein Produkt aus vielen Enzelbildern, das mit Hilfe von einem Programm zu einem Bild zusammengesetzt wird. Zu den eigentlichen Bildern kommen noch FLATS, BIAS und DARKS. Wer dazu mehr wissen möchte, sollte mal unter google nach FLATS Astrofotografie suchen , ebenso für BIAS und DARKS.

Nach einer Fotonacht schau ich mir erst mal die RAW Bilder in Adobe Bridge an und treffe hier schon mal eine Vorauswahl. Bilder die unscharf sind oder Bilder in denen Sterne  zu eirig sind und ebenso Bilder die einfach zu stark verrauscht sind sortiere ich meist im Vorfeld hier schon aus.

A B

 

Durch rechten Mausklick auf ein Bild öffnet sich eine Menüleiste, hier nutze ich dann die Funktion Camera RAW, hier kann ich den Weißabgleich verändern oder aber auch die Bellichtung korrigieren. Dies geht auch wenn mehrere Bilder ausgewählt sind bei Adobe Bright, rechter Mausklick,  in Camera RAW öffnen, all auswählen anklicken und schon werde alle Änderungen an allen Bildern durchgeführt. Danach auf fertig gehen, anklicken und schon ist man wieder in Adobe Bridge.

Somit habe ich schon die ersten kleinen Korrekturen an den Bildern durchgeführt.

Das nächste Programm was dann bei mir zum Einsatz kommt, ist Deep Sky Stacker. Dieses Programm kann Bilder stacken, oder einfach ausgedrückt, mehrere Bilder mit gleichem Inhalt (Sterne) Pixelgenau übereinander legen und dann  zusammenrechnen, so wird aus mehreren Bildern ein Summenbild erstellt.

DSS

Wenn das Programm geöffnet ist, müssen die Bilder die gestackt werden sollen, ausgesucht werden. Hier zu öffne ich die Bilder ich stacken möchte, durch anklicken von - Lightframes öffnen. Danach öffnet sich dann das Verzeichnis und hier muss man den Ordner suchen in dem die Bilder sind, die gestackt werden sollen. Alle Bilder markieren die gestackt werden sollen und dann öffnen anklicken. Schon sind die Bilder bei DSS im unteren Bildschirm zu sehen. Ebenso wenn vorhanden, FLATS und DARKS und BIAS hinzufügen.  FLATS und DARKS und BIAS, dienen der Software dazu, zu erkennen  was ist ein Schwarzbild/Dunkelbild und was ist ein Hellbild/Weißbild, und was sind Signalstörungen die auf den Lights sind.SO kann die Software erkennen was ist schwarz und und was ist weiß, ebenso was sind Störpixel. Bei langen Belichtungszeiten, entstehen so genannte Hotpixel, und es kann zu Vorverstärkerglühen der Kamera kommen. Diese Fehler kann man auf den Lights sehen und durch die Verwendung von den FLATS und DARKS und BIAS, kann man diese aus den Bildern rausrechnen, so weit es geht.

Anschließend links in die der Menüleiste, die Einstellung -  Alle auswählen -anklicken,

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Im Programm selber kann man einige Einstellungen vorher aber auch während Bilder geladen wurden ändern. Durch anklicken eines Bildes im unterem Bereich, wird dieses darauf hin oben als Vorschaubild angezeigt. In diesem Bild kann man dann einen Ausschnitt festlegen der gestackt werden soll oder aber das gesamte Bild als Vorlage nutzen. Ebenso kann man ein Mosaikbild aus allen Bildern erstellen. Aber Vorsicht, ein Mosaikbild kann riesig werden und evt reicht der Arbeitsspeicher nicht aus. Oder aber von allen Bildern, die Schnittmenge nehmen und als Bild fertig stellen lassen.  Die genauen Erklärungen findet man auf der Homepage von DSS.

Es ist wichtig, das Bilder die mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und ISO Werten aufgenommen wurden, alle gleich geschaltet werden. Die Software erkennt und zeigt unten die ISO-Werte und Belichtungszeit an, und addiert nur die gleichen Bilder mit den gleichen Werten, dies kann man beeinflussen. Unten alle Bilder markieren, dann rechte Maus und in dem Fenster Eigenschaften, dann den ISO Wert und die Belichtungszeit auf einen Wert setzen, dies wird nur für dies Programm geändert und nicht in der Bilddatei/EXIF -Datei gespeichert. Sofort zeigen alle BIlder die gleichen Werte an und alle können zum stacken benutzt werden.

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Auch einige Grundwerte des Programms können verändert werden.Wie zb welche Kamera benutzt wurde oder welcher Farbraum zum Einsatz kommen soll und ebenso welche Matrix zum Einsatz kommen soll.

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Der nächste Schritt ist das registrieren der Bilder und dann evt. entscheiden welche Bilder gestackt werden sollen, durch Auswahl des Scorewertes oder  Anzahl der erkannten Sterne. Danach kommt der Schritt, Bilder stacken. Auch hier kann man wieder einige Einstellungen verändern, man sollte ruhig mal die gleichen Bilder auf verschiedener Art und Weise stacken und die Ergebnisse vergleichen.

Ein fertig gestacktes Bild kann dann z.B. so aussehen.

dss4

Ich bearbeite das fertige Bild nicht in DSS, sondern nutze hierfür andere Programme. Ich speichere das Bild in einem Ordner und  zwar als  FITS Bild 32Bit/k rational.  Die so abgespeicherten Bilder haben mehr Dateiinformationen, wie die Autosave-Dateien und sind für eine weitere Bearbeitung besser geeignet.

 

Weiter geht es hier mit der Bearbeitung des gestackten Bildes, hier....

 

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