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Astrofotografie

Nun ist es soweit. Seit einiger Zeit stehe ich, wenn es das Wetter und die Zeit erlauben, Nachts mit weißen Röhren in denen sich Spiegel oder Linsen befinden, die auf einem Stativ befestigt sind, draußen. Mit meiner Astroausrüstung. Starre nach oben und habe an einem dieser Geräte eine Kamera dran und fotografiere kleine weiße Punkte am Nachthimmel. So in etwa sieht das für Leute aus, die mich nachts mit einer Stirnlampe bewaffnet durch die Dunkelheit huschen sehen. Seit März 2010, probier ich wenn es das Wetter und die Zeit zulassen, Bilder vom Nachthimmel zu machen.

Dahinter befindet sich aber wesentlich mehr und ich musste feststellen, dass Astrofotografie die schwerste Art ist zu fotografieren, um etwas sichtbar zu machen, was man mit dem bloßem Auge nicht erkennen kann. Denn dort oben ist es sehr bunt und voller Farben die wir so nicht wahrnehmen. Dazu kommt noch das sich alles bewegt, die Erde, die Sterne und auch die anderen Planeten. Hinzu kommt die "Lichtverschmutzung" die es nicht immer möglich macht, nachts etwas zu sehen.  Ebenso die verschiedenen Luftschichten die über unser sind und die Luft, für uns nicht sichtbar, aber trotzdem zum "flimmern" bringt.

Alles muss aufeinander abgestimmt sein. Man braucht einen Standort, der so liegt dass wenig Licht um einen herum ist. Keine Häuser mit Kamin aus denen warme Luft aufsteigt oder Licht nach außen strahlt, in Richtung Teleskope. Windgeschützt sollte er sein, ebener Boden - allerdings kein Asphalt da der Wärme abstrahlt -, man braucht eine Montierung ( Stativ ) das stark genug ist alles zu tragen (so ca. 35kg ) und das keine Vibrationen vom Boden aufnimmt. Teleskope die für die Fotografie geeignet sind, ein zweites Teleskop durch das man schaut oder durch ein Hilfsmittel dafür sorgt, das das Objekt welches man fotografieren will immer in der Bildmitte bleibt, denn immerhin belichtet man bis zu 9 Minuten oder länger, viel Geduld und im Winter warme Sachen. Tja, und dann kommt man zu den ersten Bildern, die wiederum recht aufwendig mit verschieden Programmen zu einem Ergebnis gebracht werden, das einem selber erst mal zeigt das es dort oben wirklich was zu sehen gibt.

Man probiert seine Aufnahmen mit denen von anderen zu vergleichen und stellt fest, die Sterne sind nicht rund - also lief die Montierung nicht mit der Genauigkeit um den Stern immer in der Mitte zu halten -, die Farben sehen anders aus als bei anderen - die extra Kameras für die Astrofotografie nutzen und auch sehr aufwendige Filter -, und viele kleine Fehler im Detail die man erst durch sehr viel Übung und Erfahrung erst weg bekommt. Ich befinde mich gerade in der Phase wo ich anfange Bilder so hinzubekommen dass ich Sie nicht sofort lösche und Sie auch mal anderen zeigen kann. Aber der Weg zu wirklich guten Fotos  ist noch lang. Trotzdem stelle ich hier mal meine ersten Ergebnisse ein.

Meine ersten Aufnahmen hab ich mit einem 4 " Triplet APO F7 gemacht. Der auf einer Skywatcher NEQ 6 montiert war. Dann kam ein GSO 10" Newton  F5 dazu. Als Kamera habe ich zuerst eine normale Canon 450 D benutzt. Da diese Kameras nur begrenzt für Astrofotografie geeignet sind, wurde die Kamera von einem Fachbetrieb umgebaut und trägt nun die Bezeichnung Canon 450 Da. Ein weiteres Problem von Spiegelreflexkameras, ist das Rauschen. Da diese Kameras nicht gekühlt werden, kommt es bei Langzeitbelichtungen (bis zu 9 Minuten) zu starkem Rauschen, da sich der Chip aufheizt. Richtige Astrokameras haben eine eingebaute Kühlung. Und schon taucht das nächste Problem auf, bei diesen langen Belichtungszeiten muss die Montierung, auf der das Teleskop sitzt, dafür sorgen dass der Stern immer in der Bildmitte bleibt. Da dies nicht immer oder selten genau so funktioniert, muss man über ein 2. Teleskop nachführen. Entweder, in dem man visuell einen Stern in der Bildmitte hält und über Steuerimpulse von Hand die Montierung steuert, oder aber eine Kamera übernimmt dies und sendet über einen kleinen Computer die Steuerimpulse an die Montierung. Somit braucht man ein Teleskop mit einer Astrokamera für die Fotos, ein 2. Teleskop mit einer Kamera  und einer Steuerbox oder Computer die dann die Montierung steuert. Womit die Montierung auch schon einiges an Gewicht  (bei mir 20 – 25  Kg) tragen können sollte.

Zurzeit besteht meine Ausrüstung aus,

Montierung Celestron CGE

4“ Triplet APO, 102mm 714mm, Farbreiner ED-3-Linser, F/7

TS Quadruplet Astrograph 65mm f/6,5

254/1250mm Parabol Newton, Öffnungsverhältnis F/5, Kohlefasertubus, Monlite OAZ

8" Newton - 203mm Öffnung / f4

Lacerta MGEN , Guiding System

Canon 450 Da, umgebaut für Astrofotografie - ohne IR-Sperrfilter

Canon 7Da, umgebaut für Astrofotografie- ohne IR-Sperrfilter

DBK 21, für Planeten und Sonnen Fotografie  

Stirnlampe, diversen Okularen, Filtern, Büchern und anderem Zubehör was man so braucht um Nachts in die Sterne zu gucken.

  

 

Astrofotos

NGC 2264

 

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